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Wahlkeis
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Samstag, 27. Februar 2010 |
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Als Zeitzeuge in der Oberschule
Mit Zeitzeugen ins Gespräch kommen 20 Jahre Mauerfall war das Thema einer Unterrichtsstunde in der Jahrgangsstufe 10 an der „Bettina von Arnim“ Oberschule in Lehnin.
Wie bringt man Geschichte und Politik Jugendlichen anschaulich näher, macht ihnen Prozesse in ihrer Wechselwirkung begreifbarer? Man lädt sich Zeitzeugen nein, kommt mit ihnen ins Gespräch, erlebt durch die Erinnerung Geschichte mit. Wir luden uns deshalb am 27.1.2010 Andreas Kuhnert, ehemals Oppositioneller in der DDR, ein.
Herr Kuhnert diskutierte mit den Zehnklässlern über Gründe und Aktionen von Flüchtlingen, die von 1949 bis 1989 das Land verließen. Dazu hatte er auch umfangreiches Anschauungsmaterial mitgebracht.
Interessant für die Schüler war es zu erfahren, wie sich Oppositionsarbeit auch in unserer Region darstellte – wie zum Beispiel die kirchliche Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“ arbeitete. Die Schüler untersuchten die Gründe für die Massenflucht, besonders auch bei Jugendlichen und die Ursachen für den Mauerfall am 9.11.1989. Wir möchten uns für diese interessante Unterrichtsstunde bei Herrn Kuhnert bedanken.
Die Klassenstufe 10 der „Bettina von Arnim“ Oberstufe Lehnin
„Bettina von Arnim“ Oberschule, 11.12.2010
Goethestr. 13 OT Lehnin 14797 Kloster Lehnin
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Landespolitik
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Dienstag, 5. Januar 2010 |
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„Die Blockparteien waren Steigbügelhalter der SED. Die Funktionäre, die in den DDR-Parteien aktiv waren, tragen Mitverantwortung für das damalige Regime.“
So Ulrike Poppe , Diktaturbeauftragte des Landes Brandenburg, am 17.12.2009 in der SUPERillu.
Und Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde, illustriert in „Endspiel - Die Revolution von 1989 in der DDR“ (C. H. Beck 2009) S. 44 ff., was Frau Poppe damit meint.
„Im Rückblick stellt sich die Kollaborationsquote weitaus höher dar, als sie vielen erschien.“ So Kowalczuk.
Ein halbe Millionen Mitglieder hatten die Blockparteien. CDU 140.000. LDPD 113.000. DBD 115.000. NDPD 110.000. Und alle hätten bis 1989 die Mauer verteidigt.
So zum Beispiel Ulrich Junghanns, von 2007 bis 2008 Vorsitzender der CDU Brandenburgs, noch am 3. Juli 1989 im Bauernecho als damaliger Vorsitzender des Bezirksvorstandes der DBD: „Was die Mauer betrifft, so lassen wir uns nicht deren Schutzfunktion ausreden - ganz einfach, weil wir den Schutz spüren vor all dem, was hinter der Mauer an brauner Pest wuchert.“
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Landespolitik
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Dienstag, 5. Januar 2010 |
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Biedermann oder Brandstifter
Cem Özdemir erklärt uns die Grüne Politik.
Kaya Yanar trainiert unsere Lachmuskeln.
Nazan Eckes (geb. Üngör) führt uns durch den Boulevard.
Mesut Özil stürmt für die deutsche Fußballnationalmannschaft.
...und Thilo Sarrazin erklärt uns ein ums andere Mal die Welt… Von einem, der protestierten Studenten als „Arschlöcher“ bezeichnet (28. November 2003), wird man auch schwerlich Gescheiteres erwarten können als Rassismus...
Problematisch wird es allerdings dann, wenn das seriöse Feuilleton von FAZ bis Spiegel sich den Sarrazynismus zu eigen macht, nach dem Prinzip „Form 6, Inhalt 1“! Biedermänner als Brandstifter?
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Landespolitik
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Freitag, 18. Dezember 2009 |
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Die Rolle der Staatssicherheit Die Blockparteien waren Steigbügel-
wird gegenüber damals politisch halter der SED. Die Funktionäre, die
Verantwortlichen oft überhöht. in den DDR-Parteien aktiv waren,
Sie war nur "Schild und Schwert" tragen Mitverantwortung für das
der Partei. damalige Regime.
Ulrike Poppe Ulrike Poppe (SUPERillu 17.12.09)
Ulrike Poppe - Eine Idealbestzung!
Nicht, weil wir beide im Herbst 1989 Mitglieder von "Demokratie Jetzt" gewesen sind, ist Ulrike Poppe die Idealbesetzung für eine Brandenburgische Diktaturbeauftragte... Sie ist deshalb eine Idealbesetzung, weil ich sie schon aus den aufgewühlten Zeiten von 1989 als ausgesprochen nachdenklich, tiefgründig, differenziernd und versachlichend kenne. Kein Schaum vor dem Mund, obwohl sie mehr als andere unter der DDR-Ditatur zu leiden hatte. Gar im berüchtigten Stasigefängnis von Hohenschönhausen eingessen hat! Ulrike Poppe billigt Menschen das Recht auf Irrtum zu! Und auf Umkehr! Das sind ganz neue Töne in der emotional aufgeheizten Stasidebatte in Brandenburg!
Und, höchst wichtig aus meiner Sicht, sie reduziert die (Mit-) Tätertschaft nicht auf die Stasi. Wie das manchen im Lande so gefallen könnte...* Ich war immer und bin noch gegen eine "Stasi-Beauftragte"!!!
*http://fr-online.de/in_und_ausland/politik/dokumentation/
?em_cnt=1113107&
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Landespolitik
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Freitag, 18. Dezember 2009 |
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Niemand war dabei...
„Im Rückblick stellt sich die Kollaborationsquote weitaus höher dar, als sie vielen erschien.“ So Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde in „Endspiel - Die Revolution von 1989 in der DDR“ (C. H. Beck 2009, S.44ff.)
Ein halbe Millionen Mitglieder hatten die Blockparteien. So Kowalczuk. CDU 140.000. LDPD 113.000. DBD 115.000. NDPD 110.000. Und alle hätten bis 1989 die Mauer verteidigt.
Die SED hatte 2,3 Mill. Mitglieder.
Von den 6 bis 16-Jährigen seien 90% Mitglieder bei den Pionieren bzw. in der FDJ gewesen.
Es habe „knapp 100 Verbände und Organisationen, die alle unter dem Kuratel der SED standen“, gegeben. DTSB und FDJ nicht mitgerechnet, „war statistisch jeder erwachsene Einwohner der DDR in drei bis vier Verbänden organisiert“,
rechnet Kowalczuk vor.
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