| Pakistan ist Weltmeister! - In der Prodkution von Fußbällen |
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Fair gehandelte Fußbälle fördern Hilfe zur Selbsthilfe
Ca. 100.000 Menschen in Sialkot, Ostpakistan, kommen damit in Lohn und Brot. Bescheiden aber doch immerhin mehr als gar nichts. Fair ist teurer
Glück haben die Frauen, die bei der Firma Talon arbeiten. Diese produziert Bälle für das Fairhandelshaus Gepa in Wuppertal (Gesellschaft für partnerschaftlichen Handel). Bei Talon liegen die Stücklöhne mit 80 Cent pro Ball fast doppelt so hoch als bei nicht fair gehandelten Bällen. Der Mehrpreis ermöglicht der Firma Talon z.B. eine jährliche kostenlose Gesundheitsvorsorge für alle Keine Kinderarbeit Denn einen Erfolg haben die weltweit agierenden Nichtregierungsorganisationen schon erreicht. Seit dem so genannten „Atlanta-Agreement“ von 1997 haben sich die Fabrikanten darauf geeinigt, Bälle nur noch in öffentlichen Werkstätten und Nähzentren nähen zu lassen. Kindersklavenarbeit, die bei der Heimarbeit durchaus üblich war, ist damit fast vollständig ausgeschlossen. Denn die Nähzentren werden regelmäßig von unabhängigen Beobachtern kontrolliert. „Angel statt Fisch“ „Wenn du einem Hungernden helfen willst, gib ihm keinen Fisch, sondern eine Angel!“ sagt ein chinesisches Sprichwort. Wer fair kauft, hilft „Angeln geben“, unterstützt Hilfe zur Selbsthilfe! Meistens aber müssen die Näherinnen in Ostpakistan für 42 Cent nähen. Die Nachfrage nach fair gehandelten Bällen liegt nur bei etwa 5%. Das muss nicht so bleiben! 2010 - vielleicht werden wir ja Weltmeister – im fairen Handel!*
Andreas Kuhnert
* Erhältlich in Eine-Welt-Läden oder direkt bei der Gepa: www.gepa.de |

80% der Fußbälle, mit denen weltweit gekickt wird, werden in Pakistan produziert. 20 Sechsecke und 12 Fünfecke werden von Näherinnen in ca. 1 ½ h zu einem Fußball zusammengenäht! Reine Handarbeit! 42 Cent gibt es umgerechnet pro Ball! Ein Stundenlohn also von etwa 30 Cent.
Mitarbeiterinnen und deren Familien anzubieten. Ferner kann Talon seinen Arbeiterinnen mit Kleinkrediten zwischen 400 und 500 € gewähren. Mit Hilfe dieses Geldes können die Familien die landwirtschaftliche Arbeit intensivieren. Andere bauen sich damit kleine Werkstätten auf. Durch diese zusätzlichen Einnahmen können sie sich dann Strom und fließend Wasser leisten. Für viele in der Region immer noch ein Luxus! Und, das Wichtigste, die Kinder können zur Schule gehen! So kann mit Hilfe fair gehandelter Produkte eine zwar bescheidene, aber eben doch selbständige Entwicklung in Gang gebracht werden. Heraus aus der Armutsspirale. Weg von ausbeuterischer Kinderarbeit.

