| Kleider machen Beute |
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Deutsche Altkleider gefährden afrikanische Arbeitsplätze
Das ist so eine Sache mit den Altkleidern! Sie fallen in unserer Überflussgesellschaft im Übermaß an. Und was liegt da näher, als sie einer weiteren Verwendung zuzuführen. Ökologisch wie sozial scheint das jedenfalls plausibel zu sein.
Anders allerdings, sobald das Ganze kommerziell wird. Dann helfen die Spenden nicht, sondern machen Textilmärkte in der Dritten Welt kaputt, gefährden Arbeitsplätze. Ca. 135 Mill. € werden in Deutschland jährlich mit Altkleidern umgesetzt. Eine Tonne bringt auf dem Weltmarkt 4000 bis 5000 €. Etwa 30 % der deutschen Altkleider landen auf dem afrikanischen Markt.
In Tansania z.B. arbeiteten 1990 36.400 Beschäftigte in 135 Betrieben im Textil- und Bekleidungsgewerbe. Das änderte sich durch den Import von Altkleidern in den 1990er Jahren drastisch. „Inzwischen haben (Altkleider-) Importe ... 90 Prozent des Marktes erobert." Liest man bei der Deutsche Bundesstelle für Außenhandelsinformationen. Nahezu alle einheimischen Betriebe seien mittlerweile bankrott, bestätigt Tansanianische Ministerium für Industrie und Handel. Und den tatsächlich Bedürftigen werde damit auch nicht geholfen. Denn die könnten sich selbst die billigen Altkleider nicht leisten.
Die Wiederverwendung von Altkleidern ist ökologisch sinnvoll und für die Nothilfe unentbehrlich. Allerdings sollte jeder Spender prüfen, ob die karitativen Verbände, denen er spendet, Kriterien des fairen Handels einhalten oder nicht! Zumindest sollte die Hilfsorganisation den „Spenden-TÜV", das DZI-Siegel haben, das ein Mindestmaß an Rechtschaffenheit garantiert.
Informationen dazu findet man auch unter
Andreas Kuhnert 10.02.08 |

Als Geschenke von Mensch zu
Mensch oder von Verein zu Verein, als Hilfen in der Not, können
Altkleiderspenden für die Empfänger durchaus eine hilfreiche Gabe sein.



