| Ehrlicher Umgang mit DDR-Geschichte |
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Niemand war dabei...
„Im Rückblick stellt sich die Kollaborationsquote weitaus höher dar, als sie vielen erschien.“ So Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde in „Endspiel - Die Revolution von 1989 in der DDR“ (C. H. Beck 2009, S.44ff.)
„… die nichts weiter taten, als dem zuzustimmen, was die SED bereits beschlossen hatte..."
Knapp 210.000 Männer seien 1989 als „Kämpfer“ der betrieblichen „Kampfgruppen“ organisiert gewesen… Ich füge hinzu, Ende August 1968 wurde den ca. 220 Abiturienten der Betriebsberufsschule des VEB Carl Zeiss Jena eine Resolution zur Unterschrift vorgelegt, in der der Einmarsch der Warschauer Pakt Truppen in Prag und die „Niederschlagung der Konterrevolution“ begrüßt und unterstützt wurden. Nur ein Schüler hat nicht unterschrieben… Heute will keiner dabei gewesen sein. Die Geschichte wiederholt sich. Als Farce vermutlich… Andreas Kuhnert |

1989 habe es 209.000 Abgeordnete in der DDR gegeben. 500 in der Volkskammer. 32.000 in Kreis- und Bezirkstagen, 127.000 in Gemeindevertretungen. 4000 in Stadtbezirksversammlungen. „… die nichts weiter taten, als dem zuzustimmen, was die SED bereits beschlossen hatte.“

