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„Die Blockparteien waren Steigbügelhalter der SED. Die Funktionäre, die in den DDR-Parteien aktiv waren, tragen Mitverantwortung für das damalige Regime.“
So Ulrike Poppe , Diktaturbeauftragte des Landes Brandenburg, am 17.12.2009 in der SUPERillu.
Und Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde, illustriert in „Endspiel - Die Revolution von 1989 in der DDR“ (C. H. Beck 2009) S. 44 ff., was Frau Poppe damit meint.
„Im Rückblick stellt sich die Kollaborationsquote weitaus höher dar, als sie vielen erschien.“ So Kowalczuk.
Ein halbe Millionen Mitglieder hatten die Blockparteien. CDU 140.000. LDPD 113.000. DBD 115.000. NDPD 110.000. Und alle hätten bis 1989 die Mauer verteidigt.
So zum Beispiel Ulrich Junghanns, von 2007 bis 2008 Vorsitzender der CDU Brandenburgs, noch am 3. Juli 1989 im Bauernecho als damaliger Vorsitzender des Bezirksvorstandes der DBD: „Was die Mauer betrifft, so lassen wir uns nicht deren Schutzfunktion ausreden - ganz einfach, weil wir den Schutz spüren vor all dem, was hinter der Mauer an brauner Pest wuchert.“
...sie stimmten dem zu, was die SED bereits beschlossen hatte...
Die Blockparteien hatten Vertreter in allen DDR-Parlamenten. 1989 habe es 209.000 Abgeordnete in der DDR gegeben. Rechnet Kowalczuk vor. 500 in der Volkskammer. 32.000 in Kreis- und Bezirkstagen, 127.000 in Gemeindevertretungen. 4000 in Stadtbezirksversammlungen. „… die nichts weiter taten, als dem zuzustimmen, was die SED bereits beschlossen hatte.“ So Kowalczuk. CDU-Ost und Bauernpartei (DBD) sind geräuschlos in die CDU-West integriert worden. Vergangenheitsaufarbeitung? Fehlanzeige!
So leicht kommt Herr Petke* nicht davon! Da sei die Diktaturbeauftragte vor…
Andreas Kuhnert
*Im Interview mit der MAZ vom 1.4.2010 bestreitet Petke die Mittäterschaft der Blockparteien. AK.
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